Sie trotzen der Krise

28. 11. 2020

Storytelling. Hiobsbotschaften machen derzeit die Runde, die Wirtschaft ächzt unter der Pandemie. Gleichwohl gibt es Erfolgsgeschichten zu vermelden. Jene der Beutler Nova AG aus Gettnau beispielsweise, die ihren grössten Auftrag seit Bestehen verbuchen konnte: Sie beliefert ein Unternehmen der Autobranche mit 13 Umformpressen von je 82 Tonnen Gewicht. Dafür baut sie ihren Personalbestand aus.

Publireportagen mit grosser Streuung

Auch die B. Kaufmann AG aus Altishofen hat Gutes zu berichten. Der Familienbetrieb eröffnet im kommenden Juli in Grosswangen ein Tochterunternehmen. Dereinst wird die Zahl der Angestellten fast 60 betragen, das sind doppelt so viele wie noch 2015.

Über beide Erfolgsgeschichten hat die Schreiberei Koller Publireportagen verfasst, veröffentlicht am 27. November in der Grossauflage des Verbunds der Luzerner Landzeitungen. Deren Streuung ist beachtlich. Die Good News aus dem Luzerner Hinterland landeten in mehr als 100'000 Briefkästen –Erfolgsgeschichten anstelle von Hiobsbotschaften. 

​Architektur und Corona

15. 11. 2020

Printmedien. Es war ein skurriler Rückzugsort. Wie sein Name vermuten lässt, geschahen im Zofinger Folter- und Strecketrum im Mittelalter hässliche Dinge. Unsäglich wurden hier die Malefikanten malträtiert. Dieser düsteren Geschichte zum Trotz richtete sich der einheimische Bierbrauer Fritz Senn zuoberst im Turm ein persönliches Refugium ein; 1890 war es bezugsbereit. Selbst auf Elektrizität und fliessendes Wasser musste der Eigentümer der Klosterbrauerei in seinem – so nannte er es – «persönlichen Sanatorium» nicht verzichten, damals noch alles andere als selbstverständlich. 


Einzige bekannte Aufnahme des vollendeten und möblierten Turmstübchens, entstanden 1899. Foto Franz Ramseyer

Senn verstarb 1924, die Brauerei verschwand 1972. Das Turmstübchen geriet in Vergessenheit, besteht aber in seinen Grundzügen noch heute. Nun ist erstmals darüber zu lesen: In einem Artikel im soeben veröffentlichen Band 78 der «Heimatkunde des Wiggertals», verfasst vom Konservator des Zofinger Museums, Urs Siegrist.

Viel geschrieben – Pandemie sei «Dank»

David Koller ist Mitglied der Redaktion der «Heimatkunde» und damit mitverantwortlich für den Gesamtinhalt des Buchs. Selber hat er drei Artikel zur neuen Ausgabe beigesteuert. Zwei widmen sich architektonischen Themen. Zum einen der Entstehung der 1968 eingeweihten Kirche St. Maria in Nebikon. Beim Text handelt es sich um ein Exposee der 2019 veröffentlichen Broschüre über den Bau. Der architektonisch wertvolle Sakralbau steht in der Tradition von Le Corbusiers Manifest in Ronchamp und birgt Elemente des Brutalismus. Zum anderen widmete sich Schreiber Koller dem Ersatzneubau eines Wohnhauses im historischen Ensemble des Wasserschloss Wyher in Ettiswil. Beim Neubau redete die Denkmalpflege des Kantons Luzern ein gewichtiges Wort mit. 

Der dritte Text ist ein Essay über die Zeit im Lockdown. Er beschreibt die Ruhe, die sich auch über das Wiggertal legte. «Notgedrungen führte Corona zu einem Rückzug ins Private – zu einem Biedermeier 2.0 quasi», ist zu lesen. Zudem verschaffte die Pandemie Zeit für Muse. Das manifestiert sich auch in der «Heimatkunde». COVID-19 war mit ein Grund, warum David Koller 2020 mehr für das Buch in die Tasten griff als in anderen Jahren.

​Chemtrails und Echsenmenschen

22. 10. 2020

Leseempfehlung. «Angela Merkel ist Adolf Hitlers Tochter.» Irrsinnig? Es geht noch abgefahrener: «Die globale Elite besteht aus Echsenmenschen.» Da muten Theorien wie jene der «Klimalüge» geradezu harmlos an. Oder dass wahlweise Bill Gates bzw. die Pharmaindustrie für Corona verantwortlich ist – sofern es das Virus überhaupt gibt. Oder dass die Kondensstreifen hinter Verkehrsflugzeugen sogenannte «Chemtrails» sind: absichtlich versprühte Chemikalien, die unter anderem zur Reduzierung der Weltbevölkerung dienen. Oder dass die CIA hinter den Anschlägen vom 11. September steht. Dass die Erde flach ist, versteht sich im Übrigen von selbst.

Altes Phänomen

Es ist eine krude Welt, die sich da gewisse Menschen zusammenzimmern. Gleichwohl greift es zu kurz, sie pauschal als dumme Spinner abzutun. Anhänger von Verschwörungstheorien sind in allen sozialen Schichten und Bildungsklassen zu finden.

Derzeit gibt es zwei lesenswerte Bücher, die einen Überblick über die Bewegung verschaffen, oder es zumindest versuchen. «Fake Facts» von Katharina Nocun und Pia Lamberty sowie «Angela Merkel ist Hitlers Tochter» von Christian Alt und Christian Schiffer. Verständnis wollen beide Werke nicht schaffen, immerhin aber liefern sie Erklärungsansätze. Zudem zeigen sie auf, dass Verschwörungstheorien kein neues Phänomen sind. Schon im Mittelalter hiess es beispielsweise, die Pest sei zurückzuführen auf durch Juden vergiftete Brunnen.

Wissenschaftlich versus boulevardesk

Beide Bücher sind zur Lektüre empfohlen. «Fake Facts» macht einen wissenschaftlicheren Eindruck. «Angela Merkel ist Hitlers Tochter» ist boulevardesk und rasant verfasst. Die Autoren des zweiten Werks bemühen das Kraftwort «Bullshit» etwas gar oft. Mit Blick auf die dargelegten Theorien allerdings nicht ganz zu Unrecht.

​Alles andere als lammfromm

14. 10. 2020

Öffentlichkeitsarbeit. Das Restaurant Lamm in Richenthal ist wieder offen. Die neue Wirtin hat das 1883 gegründete Gasthaus aufgefrischt und mit einem neuen Konzept versehen. Seit kurzem ist die Webseite online.

Traditionell das Haus, modern die Ideen. Die Schreiberei Koller hat die Öffentlichkeitsarbeit der Neueröffnung begleitet und diverse Texte beigesteuert – für Inserate, Flyer, Presseartikel und Webseite.

Für die grafische Gestaltung verantwortlich ist unsere Partneragentur designheit.

​Aussensicht auf Kommunikation

24. 09. 2020

Kommunikationskonzept. Warum werden unsere Medienmitteilungen nicht publiziert? Wie kommt unser Slogan an? Weshalb kriegen wir auf Socialmedia kaum Likes?

Fragen wie diese haben sich wohl schon viele Organisationen gestellt. Zur Beantwortung hilft oft eine Ansicht aus der Aussenperspektive. Die Analyse einer externen Fachperson zeigt, wo die Kommunikation funktioniert und wo Verbesserungspotential besteht. Die Schreiberei Koller bietet sich für solche Expertisen an und erstellt in der Folge ein Kommunikationskonzept mit Vorschlägen für eine optimierte Kommunikation. Diese reichen vom Schreibtraining über eine neue Architektur der Webseite oder das Erstellen einer Ganz-Jahres-Medienplanung bis hin zum «Wohlfühlpaket» – der Auslagerung der gesamten Öffentlichkeitsarbeit in die Schreiberei Koller.

Schritt für Schritt zur besseren Öffentlichkeitsarbeit

Solche Kommunikationskonzepte hat die Schreiberei schon für international tätige Grossfirmen erstellt, wie auch für lokal tätige Spezialitätenproduzenten. Allen hat David Koller in der Rolle des unabhängigen Spindoctors aufgezeigt, was gut läuft und was weniger. «Er hat uns den Spiegel vorgehalten», lautete eine Rückmeldung nach der Präsentation vor einer Geschäftsleitung. Als Reaktion darauf setzt das beratene Unternehmen heute die aufgezeigten Verbesserungsvorschläge um und gelangt damit Schritt für Schritt zu einer noch besseren Kommunikation.

Photo: Julius Drost on Unsplash

Covid-19 und Gendersternchen

27. 08. 2020

Sprachentwicklung. 140 Jahre hat er auf dem Buckel, Mitte August erschien seine 28. Ausgabe: Der Duden. Geschichtsträchtig ist er; nach der Sprachreform zwar nicht mehr verbindlich, gleichwohl richtungsweisend. Trotz hohen Alters und massigen Bauchs (1296 Seiten) bleibt das Nachschlagewerk vital und dokumentiert die Entwicklung der Deutschen Sprache. Zu den rund 3000 Neuaufnahmen unter den insgesamt 148'000 Worten zählen Begriffe wie Dieselaffäre, Erklärvideo, Fridays for Future, Gendersternchen, Influencer, Klimanotstand oder Microplastik.

Diese Zugänge zeigen, was uns seit der letzten Ausgabe von 2017 beschäftigte. Das allgegenwärtige Coronavirus indes war schon im 27. Band zu finden – wegen der SARS-Pandemie von 2002/2003, bereits damals war ein Vertreter dieser vermaledeiten Virenfamilie im Spiel. Neu hingegen sind Covid-19, Lockdown oder Reproduktionszahl. Bis vor kurzem kannten nur Experten diese Ausdrücke, heute sind in aller Leute Mund. 

Sprache als Abbild des Lebens.

​Postfaktische Wahrheitssuche

11. 08. 2020

Textsplitter. «Wie stehen Sie zur Wahrheit?», wollte die potentielle Kundin wissen. Sie meldete sich im Rahmen ihrer Suche nach einem Moderator für ein Podium. Dessen Inhalt: Die Debatte um die Massnahmen des Bundes zur Eindämmung von COVID 19. Auf ein Nachhaken, wie bitte diese Frage zu verstehen sei, konkretisierte die Dame: «Stehen Sie zur Wahrheit oder zu dem, was SRF, Tagi und andere berichten?»

Eine weitere Diskussion erübrigte sich, das Auftragsverhältnis kam nicht zu Stande – aus hoffentlich nachvollziehbaren Gründen. Etwas ratlos liess uns das Telefongespräch gleichwohl zurück.

Was ist Wahrheit?

Willkommen im postfaktischen Zeitalter! Wenn der Inhalt einer Aussage nicht passt, wird er als unwahr abgestempelt, als Fakenews. Das verunmöglicht jegliche Diskussion. Basierte die Wahrheitssuche bislang auf Diskurs und einem Abwägen der Fakten, wird heute die andere Meinung von Anfang an als falsch abgetan. Austausch ausgeschlossen.

Das ist gerade in Zeiten einer Krise fatal. Statt gemeinsam einen Ausweg zu suchen, wird die Ansicht der anderen Seite verunglimpft. So wie derzeit in der Corona-Pandemie. Dabei prallen Welten aufeinander. Hier jene der bisweilen despektierlich «Covidioten» genannten. Sie sehen ihre Menschenrechte beschränkt und orten hinter allem eine riesige Verschwörung. Dort die Ansicht der öffentlichen Hand. Diese versucht, die Ausweitung des Virus einzudämmen.

Ultimativ und ohne Kompromiss

Wir wollen hier keine philosophische Diskussion vom Zaun brechen und auch nicht unnötig Moralin und Pathos versprühen. Dennoch: Etwas mehr Diskurs würde nicht schaden. So funktioniert im Übrigen auch Wissenschaft: Der These wird eine Antithese gegenübergestellt. Nicht immer ist der Mittelweg der richtige, oft aber führt Reibung zu einem stimmigen Resultat. Das ist gerade in einer Zeit wichtig, in der viele Erkenntnisse schlicht noch fehlen. Bisweilen täte es in diesem Kontext auch not, ehrlich zu sein und zu sagen: «Ich weiss es nicht.»

Doch der Wille dazu fehlt genauso wie die Bereitschaft zum Konsens. Erschwerend kommt hinzu, dass vielen Medienschaffenden selbst rudimentäres Wissen über wissenschaftliche Prozesse zu fehlen scheint. Sie gewähren jeder noch so unbedeutenden Studie eine grosse Bühne und stellen deren Ergebnis als sakrosankt dar. Je nachdem, ob das Publizierte ins Weltbild passt, nehmen Rezipienten es dankbar auf – oder verwerfen es als Falschmeldung. Ultimativ und ohne Kompromiss.

Der Wahrheitsfindung dient beides nicht.

Photo: Tom Radetzki on Unsplash

Tessin: Texte Tanken

03. 08. 2020

Baden im Lago Maggiore und Wandern zuhinterst im Bleniotal (Bild) – oder zumindest erste Ansätze von Wandern, rücksichtnehmend auf Kräfte und vor allem Motivation des jüngsten Familienmitglieds. Insbesondere aber Texte tanken: Lesen, lesen, lesen. All das hat David Koller in den vergangenen zwei Wochen gemacht.

Jetzt ist er zurück aus dem Urlaub. Frisch erholt und voller Inspirationen für neue Inhalte. In den nächsten Wochen stehen diverse Projekte an. Unter anderem eine Reportage für ein Verbandsmagazin, Texte für einen Kundennewsletter sowie die mediale Betreuung einer Firmenerweiterung.