​Socialmedia to go

20. 02. 2021

Kommunikationsplanung. Der Einsatz von Sozialen Medien ist ein wichtiger Bestandteil der zeitgemässen Öffentlichkeitsarbeit. Nachfolgend einige schnelle Fakten zu den wichtigsten Kanälen. Angerichtet in kleinen Häppchen, wie es sich für Socialmedia gehört.

Facebook
  • Richtet sich an Zielgruppe ab 35
  • Hat Zenit erreicht, Benutzerzahlen sinken
  • Entwickelt sich immer mehr zur Plattform für ältere Personen (auch 80-Jährige sind heute auf Facebook)
Linkedin
  • «Facebook für Firmen»
  • Zielgruppe: ü20, berufstätig
  • Eignet sich unter anderem für Informationen über Unternehmen und Produkte, oft auch probates Mittel der Rekrutierung
  • Wenn Mitarbeitende Konten eröffnen und diese mit jenem des Unternehmens verlinken, schafft das einen Multiplikator
Twitter
  • Eignet sich für rasche und neutrale Information
  • Zielgruppe: Medien, Journalisten, Politiker
  • Fakt: Nachrichten mit #Hashtags werden zu 33 Prozent öfters retweetet
  • Fakt: URL in der Mitte eines Tweets werden zu 26 Prozent mehr retweetet
  • Trend: Negatives hat grössere Resonanz als Positives (Medium der Nörgler)
Instagram
  • Zielgruppe: ü16
  • Im Zentrum steht das Bild
  • Am erfolgreichsten sind Landschaftsbilder und Bilder von Katzen (Catcontet)
  • Wichtig sind #Hashtags, sie bringen Verkehr auf den Account
Youtube
  • Zielgruppe: ü16
  • Im Zentrum steht Unterhaltung
  • Dient oft auch als Kanal für sogenannte «Alternative Medien»
  • Wichtig: Startstandbild muss ansprechend sein, es hat grossen Einfluss auf Reichweite
  • Im Film sollte ein Bild alle 15 Sekunden wechseln
TikTok
  • Funktioniert mit kurzen Videoclips
  • Jüngste Zielgruppe, 13-23 (13 ist vorgeschriebenes Mindestalter)
  • In der Kommunikation von Firmen immer noch vernachlässigt, trotz gewaltigem Potential

Zentral für die Kommunikationsplanung ist, die verschiedenen Kanäle aufeinander abzustimmen und Inhalte an verschiedenen Orten zu platzieren, zugeschnitten auf die Anforderungen des einzelnen Angebots.

Die Schreiberei Koller erstellt regelmässig integrale Kommunikationspläne – gerne auch für Sie. 

Foto:  Robin Mathlener on Unsplash

Faszinosum Fasnacht

26. 01. 2021

Textsplitter. Die Fasnacht muss dieses Jahr passen, aus bekannten Gründen. Schreiber Koller nimmt's gelassen. Denn er ist erklärter Anti-Fasnächtler. Hierzu veröffentlichen wir hier eine Glosse aus dem «Willisauer Bote», erstmals publiziert im Februar 2015. Das Bild ist ein Remake, der Text minim angepasst. 

Kanone, Trockeneis und Zwiebel

Begeisterter Fasnächtler war ich nie. Vielleicht, weil ich als Knirps am Altishofer Umzug höllisch ob einer Kanone erschrak. Vielleicht, weil ich als Mensch mit einigermassen intaktem Musikgehör mit dem Geschränze nie warm wurde. Dabei habe ich einst selber in der Jungguuggenmusig gespielt. Nicht aus Überzeugung. Nur, weil man das als Heranwachsender eben tat; und weil's dort so herrlich viel zu trinken gab.

Ein guter Göiggel war ich nie. Unzählige Anekdoten aus den närrischen Tagen habe aber auch ich in petto. Etwa die vom Kollegen, der sich verliebte. Doch dem jungen Glück stand seine notorische Untreue im Weg. Um dagegen anzukämpfen, verputzte er am Folgetag eine komplette Zwiebel. Mit der Intention, so sehr zu stinken, dass ihn keine Frau mehr küssen will. Er roch wie ein alter Drache und wurde Opfer seines eigenen Erfolgs: Alle machten einen weiten Bogen um ihn. Auch die Angebetete. 

Oder die Geschichte jenes Kumpanen, der in einer Bar umkippte. Schuld war nicht etwa ein Virus, sondern eine nicht minder ansteckende Fasnachtskrankheit: der Alkohol. Der Sturz sah dramatisch aus, bald fuhr die Ambulanz vor. Dabei war der vermeintlich Kranke längst wieder am Pressen. Aus Zechprellen indes wurde nichts. Ein paar Wochen später flatterte eine saftige Rechnung ins Haus – obwohl er einen falschen Namen angegeben hatte. Die Rettungssanitäter waren offenbar schlauer als er.

Malträtierte Blase

Oder die Tragödie mit jener Schönen aus meinem Dorf: Vor Jahren hatte sie mir das Herz gebrochen. An einem Ball sahen wir uns wieder. Zufällig. Viel Wasser war seither die Wigger heruntergeflossen. Wieder loderte das Feuer. Um uns tobten und tanzten sie, wir hatten nur Augen für uns. Einige Wochen später brach sie mir das Herz abermals. 

Oder als wir Jungs aus irgendeinem dekorativen Grund einen Kübel Trockeneis in den Nachbarort schleppten. Tief in der Nacht machte einer auf Putin. Er – pardon! – pisste auf Konventionen und entleerte seine vom Bierkonsum malträtierte Blase in besagten Kübel. Später wollte eine Närrin mit dem Trockeneis spielen. Wir waren schlicht zu schwach, sie zu warnen.

Faszinosum Fasnacht. Jeder hat solche Anekdoten auf Lager. Selbst Muffel wie ich. Doch irgendwann reicht das Repertoire. Darum bleibe ich heuer zu Hause. Die meisten Geschichten sind eh zum Vergessen.

Texte ohne Amtsschimmel

12. 01. 2021

Behördenkommunikation. Wer soll so etwas verstehen? 

Körperschaften, die sich beharrlich weigern, den Anordnungen der Aufsichtsbehörden in wichtigen Angelegenheiten Folge zu leisten, oder bei denen aus andern Gründen, insbesondere wegen der Unmöglichkeit, die Behörden zu bestellen oder die finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen, eine gesetzmässige und geordnete Verwaltung nicht mehr gewährleistet ist, entzieht der Regierungsrat die Selbstverwaltung ganz oder teilweise für so lange, als es die Interessen des Staates und der beaufsichtigten Körperschaft erfordern.

Dieser Satz aus einer willkürlich ausgewählten Verordnung des Kantons Aargau spricht Bände. Wer ihn beim ersten Durchlesen versteht, hat ein hervorragendes Sprachverständnis – oder ein abgeschlossenes Jurastudium. Solche Bandwürmer sind oft anzutreffen in Texten aus der Verwaltung. Sie strotzen vor Substantivierungen und Passivformen, teils sind sie mehrmals verschachtelt. Quasi unlesbar.

Miliztaugliche Prosa aus Amtsstuben

Es geht auch anders. Selbst die bürokratischsten Traktate lassen sich entwirren. Hierzu kombiniert David Koller seine Tätigkeitsfelder als Texter sowie als Kommunikationsfachmann in der öffentlichen Verwaltung. Zum Angebot Behördenkommunikation gehört es, Inhalte umzuschreiben – Briefe an Kunden genauso wie Vernehmlassungen oder Stellungnahmen. Schon unzählige Seiten Prosa aus Amtsstuben hat die Schreiberei Koller «miliztauglich» gemacht, sprich in ein verständliches Deutsch heruntergebrochen.

Unmissverständliche Abstimmungsbotschaften

In verwaltungsinternen Texten – etwa Antworten auf parlamentarische Vorstösse – findet sich David Koller genauso zurecht wie in Inhalten für die Bevölkerung. Auch mit Abstimmungsbotschaften kennt er sich aus. Ihnen kommt eine zentrale Rolle zu. Stimmberechtigte müssen verstehen, worüber sie an der Urne entscheiden. Gefragt ist eine klare und prägnante Sprache, sachlich und neutral. Beschönigende oder ausklammernde PR-Artikel sind keine kluge Wahl. Vielmehr erhöhen sie das Risiko erheblich, dass eine Stimmrechtsbeschwerde gegen eine Vorlage durchkommt.

Auch für solche Textarbeit empfiehlt sich die Schreiberei Koller: In die Redaktion von Abstimmungsbroschüren fliessen sprachliches und politisches Verständnis ein. Damit Inhalte unverfälscht und klar sind, damit sie keine Angriffsfläche bieten. Damit sie bei der Bevölkerung ankommen, damit diese wirklich versteht. 

Foto: Markus Spiske on Unsplash

Trübe Aussichten

22. 12. 2020

Das Jahr geht zu Ende – der Nebel weicht noch nicht.

2020 war geprägt von der Pandemie. Schwierig war es – oder um eine positive Formulierung zu bemühen: lehrreich. Auch die Schreiberei Koller hat Corona zu spüren bekommen. Gottseidank nicht gesundheitlich, wohl aber wirtschaftlich. Bereits im März kam es zu Stornierungen. Im April war der Umsatz noch halb so gross, im Mai betrug er einen Viertel des Vorjahreswertes. Dennoch ist der kumulierte Honorarertrag Ende 2020 fast identisch mit jenem vor zwölf Monaten. Damit hat er zwar erstmals seit Bestehen der Firma nicht zugelegt. Mit Blick auf das schwierige Umfeld indes ist das Ergebnis mehr als zufriedenstellend. Zurückzuführen ist es auf eine rasche Erholung im Juni und ein besonders starkes viertes Quartal.

Zuversichtlicher Blick nach vorne

Alles in Allem ist die Schreiberei deutlich glimpflicher davongekommen, als das Frühjahr erahnen liess. Zudem stimmt das hervorragende vierte Quartal zuversichtlich. Ausgestanden ist die Krise trotzdem nicht. Das Virus wütet weiter, die Ungewissheit bleibt. Nach wie vor verhindern Nebelschwaden den Blick in die Ferne. Doch irgendwann werden sie sich auflösen. Darauf freuen wir uns. Bis dahin wünschen wir unseren Geschäftspartnern und Freunden viel Durchhaltewillen, Geduld und Gesundheit. 

In diesem Sinne: Es guets Nöis! Oder: Es bessers Nöis!

Foto: David Koller (Kappel am Albis, 06.12.20)

Social Media in 38 Sekunden

10. 12. 2020

Onlinemedien. Laut bellen, und dann das Weite suchen, wenn es zur Sache ginge: Für einmal bemühen wir in diesem Blog bewegte Bilder. Denn der verlinkte Youtube-Film veranschaulicht einfach zu gut, wie soziale Medien oftmals funktionieren.

Die Schreiberei Koller unterstützt übrigens auch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit mit Instagram, Twitter & Co. 

Neue Tarife

09. 12. 2020

Auf den 1. Januar 2021 erhöht die Schreiberei Koller ihren Stundenansatz leicht. Statt bisher 130 Franken beträgt er neu 132 Franken. Die Tagespauschale (Vereinbarung im Voraus) bleibt bei 950 Franken. 

Hier finden Sie die komplette Preisliste 2021.

Sie trotzen der Krise

28. 11. 2020

Storytelling. Hiobsbotschaften machen derzeit die Runde, die Wirtschaft ächzt unter der Pandemie. Gleichwohl gibt es Erfolgsgeschichten zu vermelden. Jene der Beutler Nova AG aus Gettnau beispielsweise, die ihren grössten Auftrag seit Bestehen verbuchen konnte: Sie beliefert ein Unternehmen der Autobranche mit 13 Umformpressen von je 82 Tonnen Gewicht. Dafür baut sie ihren Personalbestand aus.

Publireportagen mit grosser Streuung

Auch die B. Kaufmann AG aus Altishofen hat Gutes zu berichten. Der Familienbetrieb eröffnet im kommenden Juli in Grosswangen ein Tochterunternehmen. Dereinst wird die Zahl der Angestellten fast 60 betragen, das sind doppelt so viele wie noch 2015.

Über beide Erfolgsgeschichten hat die Schreiberei Koller Publireportagen verfasst, veröffentlicht am 27. November in der Grossauflage des Verbunds der Luzerner Landzeitungen. Deren Streuung ist beachtlich. Die Good News aus dem Luzerner Hinterland landeten in mehr als 100'000 Briefkästen –Erfolgsgeschichten anstelle von Hiobsbotschaften. 

​Architektur und Corona

15. 11. 2020

Printmedien. Es war ein skurriler Rückzugsort. Wie sein Name vermuten lässt, geschahen im Zofinger Folter- und Strecketrum im Mittelalter hässliche Dinge. Unsäglich wurden hier die Malefikanten malträtiert. Dieser düsteren Geschichte zum Trotz richtete sich der einheimische Bierbrauer Fritz Senn zuoberst im Turm ein persönliches Refugium ein; 1890 war es bezugsbereit. Selbst auf Elektrizität und fliessendes Wasser musste der Eigentümer der Klosterbrauerei in seinem – so nannte er es – «persönlichen Sanatorium» nicht verzichten, damals noch alles andere als selbstverständlich. 


Einzige bekannte Aufnahme des vollendeten und möblierten Turmstübchens, entstanden 1899. Foto Franz Ramseyer

Senn verstarb 1924, die Brauerei verschwand 1972. Das Turmstübchen geriet in Vergessenheit, besteht aber in seinen Grundzügen noch heute. Nun ist erstmals darüber zu lesen: In einem Artikel im soeben veröffentlichen Band 78 der «Heimatkunde des Wiggertals», verfasst vom Konservator des Zofinger Museums, Urs Siegrist.

Viel geschrieben – Pandemie sei «Dank»

David Koller ist Mitglied der Redaktion der «Heimatkunde» und damit mitverantwortlich für den Gesamtinhalt des Buchs. Selber hat er drei Artikel zur neuen Ausgabe beigesteuert. Zwei widmen sich architektonischen Themen. Zum einen der Entstehung der 1968 eingeweihten Kirche St. Maria in Nebikon. Beim Text handelt es sich um ein Exposee der 2019 veröffentlichen Broschüre über den Bau. Der architektonisch wertvolle Sakralbau steht in der Tradition von Le Corbusiers Manifest in Ronchamp und birgt Elemente des Brutalismus. Zum anderen widmete sich Schreiber Koller dem Ersatzneubau eines Wohnhauses im historischen Ensemble des Wasserschloss Wyher in Ettiswil. Beim Neubau redete die Denkmalpflege des Kantons Luzern ein gewichtiges Wort mit. 

Der dritte Text ist ein Essay über die Zeit im Lockdown. Er beschreibt die Ruhe, die sich auch über das Wiggertal legte. «Notgedrungen führte Corona zu einem Rückzug ins Private – zu einem Biedermeier 2.0 quasi», ist zu lesen. Zudem verschaffte die Pandemie Zeit für Muse. Das manifestiert sich auch in der «Heimatkunde». COVID-19 war mit ein Grund, warum David Koller 2020 mehr für das Buch in die Tasten griff als in anderen Jahren.