Medienarbeit für den Berufsverband

20. 06. 2019

Öffentlichkeitsarbeit. Seit Langem arbeitet die Schreiberei Koller für die Zentralschweizer Sektion von TreuhandISuisse. Jedes Jahr führt der Verband einen Kundenanlass mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten durch. Heuer war es der ehemalige Skirennfahrer Silvano Beltrametti. 

Unten die Medienmitteilung, die David Koller über den Anlass verfasst hat. 


Wie sich Silvano Beltrametti zurückkämpfte

«Es könnte noch viel Schlimmer sein.» Mit diesem Satz versuchte sich Silvano Beltrametti Mut zu machen. «Das, obwohl all meine Wünsche und Visionen innert Sekundenbruchteilen zerstört wurden.» Am Mittwochabend sprach der ehemalige Skirennfahrer in Sempach vor rund 500 Unternehmerinnen und Unternehmern. 


Auf Einladung des Verbands TREUHANDISUISSE, Sektion Zentralschweiz, referierte er zum Thema «Umgang mit Veränderungen». Der Bündner weiss, wovon er redet: Am 8. Dezember 2001 stürzte der damals 22-Jährige schwer. Die Folgen waren verheerend. Eine Fraktur in der Brustwirbelsäule und eine komplette Zertrennung des Rückenmarks.

Persönliche Siege

Mit kleinen Schritten kämpfte er sich zurück in den Alltag. «Mein erstes Ziel war, alleine ein T-Shirt anzuziehen – alles andere als einfach.» Doch im Sport habe er gelernt, konsequent auf etwas hinzuarbeiten. «Als es gelang, war das ein grosser Triumph.» Solche persönlichen Siege – Beltrametti nennt sie Puzzleteile – seien zentral gewesen im Veränderungsprozess. Viele weitere folgten: Mit dem Rollstuhl Hindernisse überwinden. Das erste Mal Autofahren. Mit dem Monoski auf die Piste. Wieder auf die Jagd, nun mit einem vierrädrigen Töff. Oftmals war der Kampf hart. Beispiel Monoski: «Am Kinderlift neu anzufangen, nach drei Metern zu stürzen: Das ist nicht einfach, wenn man mal zu den Besten gehört hat.»

Silvano Beltrametti ist angekommen; drei bis vier Jahre dauerte der Prozess. Mittlerweile hat er eine Ausbildung zum technischen Kaufmann absolviert und sich im Bereich Events weiterentwickelt. Seit 2009 führt er mit seiner Frau ein Hotel. Daneben ist er Organisator von Skirennen und Testimonial sowie Botschafter. Die rund 500 Anwesenden in der Sempacher Festhalle lauschten den Worten des Bündners gebannt. Er gab ihnen mit auf den Weg: «Egal wie hart der Prozess ist: man kann aus jeder Veränderung etwas Positives nehmen.» Foto Stefan Vonwil

​Arbeitgeber portraitiert

17. 06. 2019

Printmedien. Neun Seiten: Das ist die Bilanz der Beilage «Arbeitgeber», die dem «Willisauer Boten» vom 18. Juni beiliegt. Sie ist Teil einer Serie, welche die Schreiberei Koller im Auftrag der SWS Medien AG im Mandatsverhältnis erstellt. In erster Linie verfasst sie Texte, zum Teil macht sie auch Fotos (beispielsweise die beiden unten).

Neun Publireportagen verfasst

Die Inhalte zu Willisau bilden den bisherigen Höhepunkt der Serie. Ganze neun Publireportagen sind in der Schreiberei entstanden. Dabei hat sie unterschiedliche Unternehmen portraitiert – von der Autogarage über die Distillerie zum Onlineversand.

Im Rahmen der Serie werden weitere Arbeitgeber aus Gemeinden des Luzerner Hinterlands und Wiggertals folgen. Sie läuft überdies auch im anderen Titel der SWS Medien AG – dem «Seetaler Bote».

​Von Water- bis Ibizagate

25. 05. 2019

Textsplitter. Wieder ist es passiert. Auf einer Baleareninsel demonstrierten alkohol- und testosterongeschwängerte österreichische Rechtspopulisten ihr höchst sonderbares Demokratieverständnis. Dumm für sie, dass sie dabei gefilmt wurden. Wirhaben wir ein Ibizagate.

Es ist dies ein Gate von vielen. Apples neuestes überteuertes Telefon lässt sich nicht richtig laden, Journalisten schreiben von Chargegate. Vom Badener Stadthaus aus will ein Politiker eine Frau beglücken, indem er seine Körpermitte ablichtet. Wir haben ein Gerigate. In Italien vergnügt sich ein machtgeiler seniler Politiker mit einer viel zu jungen Frau Namens Ruby, wir haben ein Rubygate. Im Aargau müssen sich zwei Polizisten rechtfertigten, weil sie eine angefahrene Katze ihrem Schicksal überlassen, in den Medien ist die Rede von Büsigate.

Welle schwappt über Atlantik

Es gibt gute und schlechte Wortkreationen. Das Suffix -gate zur Benennung einer Ungereimtheit ist definitiv eine gute. Irgendwann indes ist selbst die beste Idee ausgeleiert. Ihren Ursprung hatte sie in der Watergate-Affäre, die 1974 im Rücktritt des amerikanischen Präsidenten Nixon gipfelte. Dessen Helfer waren zuvor in einen Gebäudekomplex Namens Watergate eingedrungen, dem Hauptsitz der politischen Gegner. Seither dient der Zusatz -gate, um einen Skandal zu markieren – oder eben ein Skandälchen, wenn überhaupt.

Der Anfang allen Übels: Der Watergate-Komplex in Washington D.C. Foto Shutterstock

Richtig in Fahrt kam die Wortspielerei im Jahr 2004, als Popstar Justin Timberlake ungewollt die Brust seiner Duettpartnerin Janet Jackson entblösste. Dumm für ihn, dass dies in der Halbzeitpause des Superbowls geschah, dem amerikanischen Sportereignis schlechthin. Die halbe Nation schaute zu. Nipplegate sorgte in den puritanisch-prüden USA für rote Köpfe und absurd hohe Bussen. Und diesseits des Atlantiks für eine Flut von vermeintlich kreativen Wortkreations-Gates.

Genug jetzt!

Mit Blick auf die Tragweite des Skandals in Österreich ist es legitim, von einem Ereignis im Ausmass von Watergate zu sprechen. Meistens aber ist die Wortspielerei fehl am Platz – überdies wird sie geradezu inflationär verwendet; zumal nach Ibiza eine neue Welle auf uns zurollen dürfte.

Gewisse Sprachempfindliche ertragen es nicht mehr, leiden an einer veritablen Gate-Allergie. Im Namen aller Geschädigten rufen wir deswegen – für einmal auf Bern- statt Neudeutsch: «Fertig jetzt! Es gate uf d’Närve.»

Hilfe für Helferinnen und Helfer

15. 05. 2019

Printmedien. Mitte Mai ist die neueste Ausgabe von «Samariter aktuell» erschienen. Hierbei handelt es sich um die Beilage der Luzerner Kantonalverbands, die dem Schweizer Magazin «samariter» beiliegt.

Beide Printprodukte erschienen viermal jährlich. Seit Anfang 2019 ist die Schreiberei Koller verantwortlich für die Redaktion der Luzern Beilage. Dazu redigiert sie die Texte der Autorinnen und Autoren aus lokalen Samaritervereinen und erstellt einen Seitenspiegel mit der passenden Reihenfolge der Inhalte. Abschliessend prüft der Schreiber das extern gestaltete Layout und sorgt für eine fristgerechte Lieferung der Daten an die Redaktion des Schweizerischen Samariterbundes in Olten.

Einheitliche Texte, stimmige Platzierung

Ziel des neuen und unbefristeten Auftrages ist es, den Luzerner Kantonalverband publizistisch in ein professionelles Licht zu rücken. Die veröffentlichten Texte sollen einheitlich daherkommen, die Inhalte passend platziert sein.

Wir helfen den Helferinnen und Helfern: Gerne unterstützt die Schreiberei Koller die nimmermüden Samariterinnen und Samariter, indem sie ihnen einen kleinen Teil ihrer wichtigen Arbeit abnimmt. 

Mit Experten Texte seziert

06. 05. 2019

Schreibtraining. Aktiv statt Passiv. Verb statt Substantiv. Verantwortliche beim Namen nennen statt mit Deagentivierungen um den heissen Brei herumzuschreiben. Mut zur Lücke: All das sollten Textschaffende verinnerlicht haben. Gleichwohl geht dieses Basiswissen bisweilen vergessen – in der Hitze des Gefechts, weil Fachexperten auf sperrige Sprache beharren, aus reiner Bequemlichkeit.

Sparringspartner für Schreibprofis

Fachleuten auf die Finger schauen: Das war erklärtes Ziel einer Schreibwerkstatt, die vergangene Woche stattfand. David Koller führte sie bei einer Kommunikationsabteilung durch, deren Teammitglieder allesamt über langjährige Berufserfahrung im Journalismus verfügen und somit wissen sollten, was gute Texte ausmacht. Doch bekanntlich klaffen Theorie und Praxis bisweilen ordentlich auseinander.

Texte seziert und optimiert

Im Zentrum des Workshops standen publizierte Texte. Als Sparringspartner lobte David Koller, kritisierte und zeigte Verbesserungspotential auf. Einen Morgen lang sezierte er zusammen mit dem Kollektiv Inhalte. Haupterkenntnis: Die Schreibenden sind sich der Finessen durchaus bewusst. Gleichzeitig waren sie überrascht darüber, wie oft sie beim Verfassen von Texten von fundamentalen Grundregeln abweichen. Dies vor Augen zu führen, war Hauptauftrag der Schreibwerkstatt

Gerne öffnen wir auch Ihrer Organisation (wieder) die Augen. Damit Texte die in sie gesteckten Erwartungen erfüllen. Damit sie gelesen und verstanden werden. Damit Geschriebenes ankommt.

(un)gewollt beeinflussen

24. 04. 2019

Textsplitter. Evozieren. Implizieren. Suggerieren. Tönt alles ziemlich klug. Und hat eine irgendwie ähnliche Bedeutung. Oder? Konsultieren wir den Duden. Als bildungssprachlich bezeichnet dieser alle drei Verben. Und erläutert:

evozieren: Durch Evokation hervorrufen, bewirken. // Eine Evokation wiederum ist eine [suggestive] Erweckung von Vorstellungen oder Erlebnissen (z.B. durch ein Kunstwerk, seine Formen und Inhalte). Anderenorts ist zu lesen: Evozieren bedeutet hervorrufen oder ins Gedächtnis rufen – etwa Erinnerungen, Gefühle, Stimmungen oder Vorstellungen.

implizieren: Einbeziehen, gleichzeitig enthalten, bedeuten.

suggerieren: Jemandem etwas [ohne dass ihm dies bewusst wird] einreden oder auf andere Weise eingeben [um dadurch seine Meinung, sein Verhalten o. Ä. zu beeinflussen]; einflüstern. // Darauf abzielen, einen bestimmten [den Tatsachen nicht entsprechenden] Eindruck entstehen zu lassen.

Soweit alles klar? Wir fassen es folgendermassen zusammen: Alle drei Verben enthalten eine Beeinflussung der Wahrnehmung. Eine Evokation geschieht eher unterbewusst. Wer indes suggeriert, tut dies mit klarem Hintergedanken. Implizieren wiederum enthält einfach und manipuliert nicht – weder gewollt noch ungewollt.