Ur­laub, der

26. 07. 2019

Wortart: Substantiv, maskulin
Worttrennung: Ur¦laub
Beispiel: in oder im Urlaub sein
Bedeutung: (in Betrieben, Behörden, beim Militär nach Arbeitstagen gezählte) dienst-, arbeitsfreie Zeit, die jemand [zum Zwecke der Erholung] erhält
(Quelle: duden.de)

=> Die Schreiberei gönnt sich vom 29. Juli bis 9. August zwei Wochen Betriebsferien 

​Turbolader, Jets und Besserwisser

14. 07. 2019

Textsplitter. «Die Swiss Life zündet den Turbo» war unlängst in verschiedenen Titeln des Konglomerats CH Media zu lesen, so auch in der «Aargauer Zeitung». Wieder einmal hat sie zugeschlagen, die Turbo-Falle: Hartnäckig bedienen sich Journalistinnen und Journalisten der Metapher des zündenden Turbos. Nur: Das Bild ist falsch.

Zugegeben, es ist Haarspalterei auf (Möchtegern-)Experten-Niveau. Trotzdem: Ein Turbolader (Foto oben) wandelt die thermische Energie des Abgases in Ladedruck um, der die Leistung des Motors steigert. Eine zusätzliche Zündung, also das Initiieren eines Funkens, ist dafür nicht vorgesehen. Mit Verlaub: Wer davon spricht – oder eben schreibt –, schmälert die geniale Erfindung des Schweizer Ingenieurs Alfred Büchi erheblich.

Jet mit Propellern?

Es gibt etliche weitere sprachliche Entgleisungen, die Technik-Nerds – Schreiber Koller zählt sich ausdrücklich zu diesem Kreis – zum Glühen bringen. Ein kleiner Auszug:

  • Eine Lokomotive fährt auf Schienen und braucht kein Steuerrad. Folglich sitzt nie jemand am Steuer eines Zuges.
  • Die Einführung neuer SBB-Fahrzeuge verlief bis zum Debakel mit den Bombardier-Kompositionen längst nicht immer reibungslos. Auch andere krankten zu Beginn heftig, nur ist das längst vergessen.
  • Im Cockpit der allermeisten Verkehrsflugzeuge arbeiten zwei Personen. Nicht der Pilot versuchte notzulanden, sondern die Piloten.
  • Die Untersuchung von Flugzeugabstürzen ist komplex und dauert im Idealfall Monate, kann aber auch Jahre in Anspruch nehmen. Noch am Unfalltag zu schreiben, die Ermittler würden über die Ursache im Dunkeln tappen, erübrigt sich in jedem Fall.
  • Wenn ein Triebwerk ausfällt, ist das noch lange keine Beinahe-Katastrophe; wenn bei der Landung ein Reifen platzt, noch viel weniger.
  • Ein Passagierflugzeug mit Propellern ist nicht zwingend alt. Nach wie vor werden solche Turboprops produziert.
  • Ein Flugzeug mit Propellern ist kein Jet.
  • Nicht jeder Diesel ist eine Dreckschleuder.
  • Nur die erste Seite einer Website ist eine Homepage.

Es gäbe noch viele solcher populären Irrtümer, die in Redaktionstuben grassieren. Doch wir wollen es mal nicht übertreiben mit der haarspalterischen Technik-Besserwisserei. Foto Shutterstock

Festführer mit göttlichen Texten

03. 07. 2019

Printmedien. Hier werden Helden-Epen der Moderne geschrieben: Bei den Poseidon-Seefestspielen kämpfen acht Teams in einem Super-Zehnkampf um die Gunst des Meeresgottes. 

Poseidon 2019: Vom 14. bis 18. August feiert der Seeclub Sempach während 100 Stunden seinen 100. Geburtstag. Die Seefestspiele vom Samstag bilden den eigentlichen Höhepunkt des Jubiläums.

60 Seiten für 100 Stunden: Dieser Tage erhalten alle Haushalte in den Gemeinden um den Sempachersee einen rund 60-seitigen Festführer. Die Inhalte dazu sind in der Schreiberei Koller entstanden oder wurden hier redigiert. Auch etliche Texte der Webseite des Anlasses hat der Schreiber mitgestaltet. 

Antike trifft auf Moderne: Bei den Poseidon-Seefestspielen dreht sich viel um die griechische Mythologie. Die Wettkämpfe basieren auf den Erzählungen zu den Wanderungen von Odysseus – seiner Odyssee. Die Schreiberei Koller hat dafür gesorgt, dass die Texte über Götter und Helden entsprechend göttlich daherkommen.

Ankündigung Betriebsferien

28. 06. 2019

Die Ferienvorbereitungen rücken näher. 

Auch diesen Sommer wieder schliesst die Schreiberei für zwei Wochen ihre Tore: Vom Montag, 29. Juli bis Freitag, 9. August

Bis am 26. Juli und danach wieder ab dem 12. August hauen wir für unsere Kunden gewohnt motiviert in die Tasten. Foto Shutterstock

Medienarbeit für den Berufsverband

20. 06. 2019

Öffentlichkeitsarbeit. Seit Langem arbeitet die Schreiberei Koller für die Zentralschweizer Sektion von TreuhandISuisse. Jedes Jahr führt der Verband einen Kundenanlass mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten durch. Heuer war es der ehemalige Skirennfahrer Silvano Beltrametti. 

Unten die Medienmitteilung, die David Koller über den Anlass verfasst hat. 


Wie sich Silvano Beltrametti zurückkämpfte

«Es könnte noch viel Schlimmer sein.» Mit diesem Satz versuchte sich Silvano Beltrametti Mut zu machen. «Das, obwohl all meine Wünsche und Visionen innert Sekundenbruchteilen zerstört wurden.» Am Mittwochabend sprach der ehemalige Skirennfahrer in Sempach vor rund 500 Unternehmerinnen und Unternehmern. 


Auf Einladung des Verbands TREUHANDISUISSE, Sektion Zentralschweiz, referierte er zum Thema «Umgang mit Veränderungen». Der Bündner weiss, wovon er redet: Am 8. Dezember 2001 stürzte der damals 22-Jährige schwer. Die Folgen waren verheerend. Eine Fraktur in der Brustwirbelsäule und eine komplette Zertrennung des Rückenmarks.

Persönliche Siege

Mit kleinen Schritten kämpfte er sich zurück in den Alltag. «Mein erstes Ziel war, alleine ein T-Shirt anzuziehen – alles andere als einfach.» Doch im Sport habe er gelernt, konsequent auf etwas hinzuarbeiten. «Als es gelang, war das ein grosser Triumph.» Solche persönlichen Siege – Beltrametti nennt sie Puzzleteile – seien zentral gewesen im Veränderungsprozess. Viele weitere folgten: Mit dem Rollstuhl Hindernisse überwinden. Das erste Mal Autofahren. Mit dem Monoski auf die Piste. Wieder auf die Jagd, nun mit einem vierrädrigen Töff. Oftmals war der Kampf hart. Beispiel Monoski: «Am Kinderlift neu anzufangen, nach drei Metern zu stürzen: Das ist nicht einfach, wenn man mal zu den Besten gehört hat.»

Silvano Beltrametti ist angekommen; drei bis vier Jahre dauerte der Prozess. Mittlerweile hat er eine Ausbildung zum technischen Kaufmann absolviert und sich im Bereich Events weiterentwickelt. Seit 2009 führt er mit seiner Frau ein Hotel. Daneben ist er Organisator von Skirennen und Testimonial sowie Botschafter. Die rund 500 Anwesenden in der Sempacher Festhalle lauschten den Worten des Bündners gebannt. Er gab ihnen mit auf den Weg: «Egal wie hart der Prozess ist: man kann aus jeder Veränderung etwas Positives nehmen.» Foto Stefan Vonwil

​Arbeitgeber portraitiert

17. 06. 2019

Printmedien. Neun Seiten: Das ist die Bilanz der Beilage «Arbeitgeber», die dem «Willisauer Boten» vom 18. Juni beiliegt. Sie ist Teil einer Serie, welche die Schreiberei Koller im Auftrag der SWS Medien AG im Mandatsverhältnis erstellt. In erster Linie verfasst sie Texte, zum Teil macht sie auch Fotos (beispielsweise die beiden unten).

Neun Publireportagen verfasst

Die Inhalte zu Willisau bilden den bisherigen Höhepunkt der Serie. Ganze neun Publireportagen sind in der Schreiberei entstanden. Dabei hat sie unterschiedliche Unternehmen portraitiert – von der Autogarage über die Distillerie zum Onlineversand.

Im Rahmen der Serie werden weitere Arbeitgeber aus Gemeinden des Luzerner Hinterlands und Wiggertals folgen. Sie läuft überdies auch im anderen Titel der SWS Medien AG – dem «Seetaler Bote».

​Von Water- bis Ibizagate

25. 05. 2019

Textsplitter. Wieder ist es passiert. Auf einer Baleareninsel demonstrierten alkohol- und testosterongeschwängerte österreichische Rechtspopulisten ihr höchst sonderbares Demokratieverständnis. Dumm für sie, dass sie dabei gefilmt wurden. Wirhaben wir ein Ibizagate.

Es ist dies ein Gate von vielen. Apples neuestes überteuertes Telefon lässt sich nicht richtig laden, Journalisten schreiben von Chargegate. Vom Badener Stadthaus aus will ein Politiker eine Frau beglücken, indem er seine Körpermitte ablichtet. Wir haben ein Gerigate. In Italien vergnügt sich ein machtgeiler seniler Politiker mit einer viel zu jungen Frau Namens Ruby, wir haben ein Rubygate. Im Aargau müssen sich zwei Polizisten rechtfertigten, weil sie eine angefahrene Katze ihrem Schicksal überlassen, in den Medien ist die Rede von Büsigate.

Welle schwappt über Atlantik

Es gibt gute und schlechte Wortkreationen. Das Suffix -gate zur Benennung einer Ungereimtheit ist definitiv eine gute. Irgendwann indes ist selbst die beste Idee ausgeleiert. Ihren Ursprung hatte sie in der Watergate-Affäre, die 1974 im Rücktritt des amerikanischen Präsidenten Nixon gipfelte. Dessen Helfer waren zuvor in einen Gebäudekomplex Namens Watergate eingedrungen, dem Hauptsitz der politischen Gegner. Seither dient der Zusatz -gate, um einen Skandal zu markieren – oder eben ein Skandälchen, wenn überhaupt.

Der Anfang allen Übels: Der Watergate-Komplex in Washington D.C. Foto Shutterstock

Richtig in Fahrt kam die Wortspielerei im Jahr 2004, als Popstar Justin Timberlake ungewollt die Brust seiner Duettpartnerin Janet Jackson entblösste. Dumm für ihn, dass dies in der Halbzeitpause des Superbowls geschah, dem amerikanischen Sportereignis schlechthin. Die halbe Nation schaute zu. Nipplegate sorgte in den puritanisch-prüden USA für rote Köpfe und absurd hohe Bussen. Und diesseits des Atlantiks für eine Flut von vermeintlich kreativen Wortkreations-Gates.

Genug jetzt!

Mit Blick auf die Tragweite des Skandals in Österreich ist es legitim, von einem Ereignis im Ausmass von Watergate zu sprechen. Meistens aber ist die Wortspielerei fehl am Platz – überdies wird sie geradezu inflationär verwendet; zumal nach Ibiza eine neue Welle auf uns zurollen dürfte.

Gewisse Sprachempfindliche ertragen es nicht mehr, leiden an einer veritablen Gate-Allergie. Im Namen aller Geschädigten rufen wir deswegen – für einmal auf Bern- statt Neudeutsch: «Fertig jetzt! Es gate uf d’Närve.»

Hilfe für Helferinnen und Helfer

15. 05. 2019

Printmedien. Mitte Mai ist die neueste Ausgabe von «Samariter aktuell» erschienen. Hierbei handelt es sich um die Beilage der Luzerner Kantonalverbands, die dem Schweizer Magazin «samariter» beiliegt.

Beide Printprodukte erschienen viermal jährlich. Seit Anfang 2019 ist die Schreiberei Koller verantwortlich für die Redaktion der Luzern Beilage. Dazu redigiert sie die Texte der Autorinnen und Autoren aus lokalen Samaritervereinen und erstellt einen Seitenspiegel mit der passenden Reihenfolge der Inhalte. Abschliessend prüft der Schreiber das extern gestaltete Layout und sorgt für eine fristgerechte Lieferung der Daten an die Redaktion des Schweizerischen Samariterbundes in Olten.

Einheitliche Texte, stimmige Platzierung

Ziel des neuen und unbefristeten Auftrages ist es, den Luzerner Kantonalverband publizistisch in ein professionelles Licht zu rücken. Die veröffentlichten Texte sollen einheitlich daherkommen, die Inhalte passend platziert sein.

Wir helfen den Helferinnen und Helfern: Gerne unterstützt die Schreiberei Koller die nimmermüden Samariterinnen und Samariter, indem sie ihnen einen kleinen Teil ihrer wichtigen Arbeit abnimmt.