Ankündigung Betriebsferien

14. 11. 2019

Auch Texter machen mal Pause: Die Schreiberei bleibt über die Festtage geschlossen – vom 24. Dezember bis 3. Januar. 

Ab dem 6. Januar 2020 hauen wir wieder für Sie in die Tasten. 

Verflossenes entlang der Wigger

10. 11. 2019

Geschichte. Ölraffinerie, interkontinentaler Flughafen und Vergnügungspark: Diese drei Projekte waren im Wauwiler Moos geplant. Es gab weitere Vorhaben, mitunter ziemlich groteske. Allesamt scheiterten sie – gottseidank, ist man im Nachhinein geneigt zu sagen. Bis heute erstrahlt die Ebene in Grün, wie das Bild nebenan zeigt. 

Der Überblick über die wahnwitzigen Projekte im Moos ist einer von vielen Texten in der 77. Ausgabe der «Heimatkunde des Wiggertals». Jährlich verschafft diese einen Überblick über Verflossenes aus der Region zwischen Napfgebiet und Aarburg – in der Aargauer Gemeinde vereinen sich Wigger und Aare. 

Geschehenes bewahren – Lokalgeschichte schreiben

Die «Heimatkunde» sorgt dafür, das Geschehenes nicht vergessen geht. Sie sichert Wissen und hält Lokalgeschichte für die Nachwelt erhalten.

David Koller ist seit fünf Jahren Mitglied der Redaktionskommission. In dieser Funktion plant er die Inhalte des Jahrbuchs mit, begleitet Autorinnen und Autoren und redigiert deren Artikel. Immer wieder greift er überdies selber in die Tasten. Denn Stoff für interessante, skurrile und berührende Texte aus dem Wiggertal gibt es genügend. 

Exportschlager Müesli & Putsch

27. 10. 2019

Textsplitter. Solche Hinweistafeln erfreuen das Texterherz. Das Wort Putsch ist neben Müesli einer der wenigen Schweizer Sprachexporte.

Seinen Ursprung als Synonym für Revolte, Umsturz(versuch) oder politischer Handstreich hatte es höchstwahrscheinlich beim Züriputsch von 1839. Damals stiessen – oder eben: putschten – in der Limmatstadt Bauern mit der Obrigkeit zusammen. Es war einer der blutigen Tiefpunkte des Konflikts zwischen Liberalen und Konservativen in den 1840er-Jahren.

Danach weitete sich das Wort mit dieser Bedeutung im deutschen Sprachraum aus. Müesli hingegen hat gar eine multilinguale Karriere hingelegt und ist heute beispielsweise auch im Englischen geläufig.

So wie rechts abgebildet hat Schreiber Koller das Wort Putschen auf dem Spielplatz des Aarauer Tierparks Roggenhausen angetroffen. Revolten oder Staatsstreiche sind hier weniger zu erwarten, wohl aber wunderbare Helvetismen wie zusammenputschende Kinderautöli. 

Elektionsstörungen

14. 10. 2019

Textsplitter. Der Wahlkampf neigt sich dem Ende entgegen. Hierzu haben wir eine Glosse von 2011 ausgegraben. Obwohl acht Jahre alt, ist sie immer noch brandaktuell – behandelt sie doch ein nach wie vor grassierendes Krankheitsbild:

Post Electionales Syndrom

Ab nächster Woche sehen wir uns mit einer komplett neuen Lebenssituation konfrontiert. Eine Leere wird sich in uns auftun. Dann etwa, wenn wir unterwegs sind. Verzweifelt werden wir nach den treuen Begleitern entlang der Strasse Ausschau halten, die uns in den vergangenen Monaten so freundlich zulächelten. Ferner können wir uns nicht mehr über Vandalismus an Wahlplakaten ärgern – oder freuen. Im Fernsehen müssen wir ohne Wortgefechte von Menschen auskommen, die für jedes Problem eine Lösung bereit haben. Und morgens auf dem Bahnhof wollen plötzlich deutlich weniger Personen mit uns reden; geschweige denn, uns einen Apfel oder eine Broschüre in die Hand drücken. Kurznachrichten, die uns erklären, wie wir den Wahlzettel richtig ausfüllen, lassen ebenfalls schlagartig nach. 

Gravierende Entzugserscheinungen

Machen wir uns auf üble Zeiten gefasst. Die Entzugserscheinungen können gravierend sein. Sie reichen von nervösen Zuckungen über Schlafstörungen bis hin zu militantem Nihilismus. Post Electionales Syndrom, kurz PES, nennen Experten das Krankheitsbild. Der Ursache liegt auf der Hand: über Monate werden Bürgerinnen und Bürger mit Wahlpropaganda überhäuft. Auch die Medien widmen sich kaum noch anderen Themen und beglücken uns mit immer skurrileren Rankings zu den Kandidierenden. Und dann – mit einem Schlag – ist alles vorbei. Die Zielgruppe dieser politischen Materialschlacht fällt in ein tiefes Loch.

Scheinwahlkämpfe

Die volkswirtschaftlichen Schäden wegen Arbeitsausfällen durch PES drohen in die Milliarden zu gehen. Bislang sind sich Experten uneinig darüber, wie das Syndrom bekämpft werden kann. Im Auftrag der Schulmedizin arbeitet die Pharmaindustrie mit Hochdruck an einem PES-Antidepressivum; am Rheinknie werden höhere Gewinne erwartet als seinerzeit bei Tamiflu. Naturheilkundler wiederum schwören auf die Wirkung einer chinesischen Wurzel, welche die Elektionsstörungen bekämpfen soll. Psychologen hingegen plädieren für die Einführung von Scheinwahlkämpfen mit professionellen Schauspielern. Sie sollen die Wartezeit bis zum nächsten Showdown überbrücken. 

Fürwahr, eine komplexe Problematik. Doch spätestens im nächsten Wahlkampf werden uns Politikerinnen und Politiker auch dafür eine Lösung präsentieren.

​Architekturgeschichte geschrieben

04. 10. 2019

Geschichte. 1968 weihte die Gemeinde Nebikon ihre Kirche ein. Das Projekt des Architekten Ernst Studer war visionär – und erstaunlich mutig für eine konservative Luzerner Landgemeinde. Noch heute kommt der Bau modern daher und besticht unter anderem mit seinem einzigartigen Lichtkonzept.

Abschluss des Jubiläums

Das Jahr 2018 stand im Zeichen des Feierns. An rund 20 Anlässen erinnerte sich Nebikon der Einweihung vor einem halben Jahrhundert. Zum Abschluss der Jubiläums sollte eine Broschüre entstehen.

Diesem Vorhaben hat sich Schreiberei Koller angenommen. Sie hat das Konzept der 36-seitigen Broschüre gestaltet, die Texte verfasst und die Bildauswahl getroffen. Das Layout entstand in Anlehnung an das Logo der Pfarrei Nebikon bei der  Carmen Druck AG in Wauwil.

Vernissage an Kirchweihe

Die offizielle Premiere des Werks erfolgt am Sonntag, 6. Oktober, anlässlich des Gottesdienstes zum Kirchweihfest. Hier steht die Broschüre bereits heute zum Download bereit: 


Fotos Mathias Bühler 

Kurzferien

30. 09. 2019

Vom 9. bis 11. Oktober 2019 bleibt die Schreiberei geschlossen. 

Ab Montag, 14. Oktober, sind wir wieder am Texten.

Jetzt auch auf Instagram

26. 09. 2019

Socialmedia. Influencer wird der Schreiber wohl nicht mehr, dafür ist er definitiv zu alt – und wahrscheinlich auch etwas zu wenig hip. Aber auf Instagram sollte sein Geschäft gleichwohl vertreten sein, nachdem es bereits auf Facebook sowie in den beiden Businessnetzwerken Linkedin und Xing präsent ist.

Das Bild oben zeigt übrigens Kollers Dienstfahrrad – das allererste Instafoto der Schreiberei überhaupt. Durch Klick auf den Drahtessel gelangt man zum Instragram-Account. Wir freuen uns über weitere Follower. 

​Inhalte übersetzt

13. 09. 2019

Websitetexting. Wir können auch anders: Die Sprachschule English Room aus Schafisheim AG bietet Einzel- und Gruppenunterricht für Privatpersonen und Firmenkunden. Dank der Schreiberei Koller hat sie jetzt eine zweisprachige Webseite. Wir haben alle Inhalte von Englisch auf Deutsch übersetzt. Zentral war dabei, Tonalität und Stossrichtung der Originaltexte beizubehalten – bei der Dichte der englischen Sprache bisweilen ein ziemlich herausforderndes Unterfangen.